Ich besitze (wie der Titel vermuten lässt) ein Sony VAIO VGN-FS115B - ein Notebook - und nutze Linux. Ich habe bisher erfolgreich Ubuntu Linux und Debian GNU/Linux genutzt und vor einigen Tagen bin ich auf Gentoo umgestiegen (der aktuellen Software wegen). Auf dieser Seite möchte ich etwas über die Erfahrungen berichten, die ich bisher damit gemacht habe und ein paar Tipps geben wie man einige Kleinigkeiten zum laufen bekommt oder wo man nachschauen kann. Einiges ist sicher auch für Nutzer anderer Notebooks interessant.
Ubuntu erkennt inzwischen eigentlich alles automatisch (sogar den Widescreen). Hier ist eine Anleitung für ältere Ubuntu-Versionen.
Bei Debian und Gentoo muss man etwas nachhelfen damit der Widescreen
richtig funktioniert. Dafür gibt es das Tool
915resolution, das man vor dem
starten des X-Servers ausführen muss (das Programm gibt es sowohl bei APT
als auch in Portage).
Man kann folgende Zeile in die /etc/init.d/bootmisc.sh eintragen,
damit der Aufruf automatisch erfolgt.
915resolution 3c 1280 800
In Gentoo gibt es ein eigenes Init-Script (in aktuellen
Debian-Versionen möglicherweise auch), das man über die Datei
/etc/conf.d/915resolution konfigurieren kann. Also einfach die
Zeile
replace="'3c 1280 800'"
Eintragen und 915resolution dem boot (oder einem anderen) Runlevel hinzufügen:
rc-update add 915resolution boot
In der xorg.conf kann man nun 1280x800 als Auflösung
eintragen und jetzt sollte sie auch genutzt werden.
Mir war bis vor ein paar Tagen noch gar nicht bewusst, dass man die Auflösung einer FB-Konsole beeinflussen kann. Aber: es geht... allerdings nicht mit dem normalen VesaFB. Um eine Neukompilierung des Kernels kommt man nicht rum, wenn man Wert auf eine Bildschirmfüllende Konsole legt. Es ist aber eigentlich ziemlich simpel.
Kernel mit Userpace VESA VGA grapphics support als Modul kompilieren.
Device Drivers --> Graphics support --> <*> Support for frame buffer devices <M> Userspace VESA VGA graphics support --> Console display driver support [*] Video mode selection support <*> Framebuffer Console support [*] Support for the Framebuffer Console Decorations (nur wenn man auch noch an einem Hintergrundbild in der Konsole interessiert ist)
Man darf nicht zusätzlich den Intel Framebuffer Treiber installieren, weil es sonst zu Problemen kommen kann.
Nun braucht man noch VesaFB Userspace Helper v86d den gibts in Portage und bei APT sollte es ihn auch geben.
Damit das uvesafb-Modul dann auch die richtige Auflösung einstellen kann darf das Modul erst nach 915resolution geladen, werden, da sonst die Widescreen-Auflösung ja noch gar nicht zur Verfügung stehen würde. Dazu schreibt man sich am besten ein kleines Init-Script. Unter Gentoo würde/könnte das so aussehen:
#!/sbin/runscript
# $Header: $
depend() {
after 915resolution
before xdm
before consolefont
}
start() {
modprobe uvesafb mode=1280x800-32 mtrr=3 scroll=ywrap || retval=$?
eend ${retval}
}
Dieses Script beispielsweise als /etc/init.d/uvesafb
speichern und mit
chmod +x /etc/init.d/uvesafb
ausführbar machen. Jetzt kann es mit
rc-update add uvesafb boot
dem Runlevel boot hinzugefügt werden. Nach einem Neustart sollte die Framebuffer-Konsole nun den Bildschirm ausfüllen.
Man braucht erst einmal eine funktionierende Framebufferkonsole, das dürfte
soweit klar sein. Dann muss der Kernel mit Support for the Framebuffer Console Decorations
kompiliert (siehe Widescreen für die Framebuffer-Konsole)
und das Packet media-gfx/splashutils (so heisst es in Gentoo, bei
Debian hab ich keine Ahnung, wird es aber auch geben nehm ich an) installiert sein.
Nun braucht man noch ein passendes Theme. Leider scheint es keine Themes mit der benötigten
Auflösung zu geben, man wird sich also selbst eins machen müssen...
Eine Anleitung dazu gibt es hier.
Ich habe eine Theme von hier
an meine Auflösung angepasst: gentoowidescreen-splash-theme-1280x800.tar.gz.
Um es zu installieren einfach in den Ordner /etc/splash entpacken
und dort einen Symlink erstellen:
cd /etc/splash tar xzvf /path/to/file/gentoowidescreen-splash-theme-1280x800.tar.gz ln -s gentoowidescreen default
Nun muss man nur noch das Script fbcondecor dem defult-Runlevel hinzufügen:
rc-update add fbcondecor default
Anmerkung: Eigentlich ist fbsplash/fbcondecor für Bootsplashs gedacht, somit macht es eigentlich nicht so viel Sinn es erst am Ende des Bootvorgangs zu starten, könnte man denken. Stimmt auch, aber wir können es definitiv erst nach dem laden des Framebuffer-Treibers starten und wenn man mitten wärend des Bootvorgangs einen Bootsplash läd spinnt er meiner Erfahrung nach ziemlich. So hat man dann wenigstens einen schicken Hintergrund in der Konsole.